4 Tipps für ein Zehn-Minuten-Porträt

Stell Dir vor. Deine Freundin ruft Dich an und braucht dringend ein Porträt. Dann wird eine ausreichende Lücke zwischen den Terminen gefunden. Während des Shoots ist jede Minute hilfreich, um eine vertraute und lockere Atmosphäre aufzubauen und ihre Schokoladenseite eindrucksvoll ins rechte Licht zu rücken. Jede Aufmerksamkeit auf die Technik und Bildaufbau verhindert die wichtige persönliche Verbindung. Deshalb helfen Dir diese vier Kniffe, um genau das zu erreichen.

Weniger ist mehr!

Je komplexer die Szene, desto schwieriger ist es ein Bild mit dem gewissen Etwas zu bekommen. Halt Deine Hintergründe (und Vordergründe) ordentlich, arbeite mit natürlichem Licht, wo immer es möglich ist. Solltest künstliches Licht benötigen, dann halte das Set so einfach wie möglich. Niemand bekommt einen Preis für die höchste Anzahl an Lichtquellen.


Ein Plan ist der beste Weg zu improvisieren

Seid so gut vorbereitet wie möglich, bevor die Person in das Set kommt.
A) Im Studio sollte das Set bereits stehen
B) An der Location sollte die Lichtsituation bereits unter Kontrolle sein.
Ein besonderer Kniff ist es, so viele Faktoren wie möglich gleich zu halten. Beim Outdoor- oder Indoor-Shoot kann das bedeuten immer zur gleichen Tageszeit an einem Ort zu fotografieren. Damit hast Du beim Shoot viel mehr Zeit, um Dich auf die Person einzustellen und mit ihr zu agieren.



Blicke ins Licht

Ich bin ein großer Fan von Gegenlicht - besonders bei Outdoor-Shoots. Sie geben einem Bild mit wenig Aufwand den Wow-Faktor. Die dabei auftretende helle Aura um die Person vor dunklen Hintergrund verleiht dem Bild etwas magisches. Dabei ist eine Gegenlichtblende ein guter Rat, um ungewollte Lichtflecken im Bild zu vermeiden. Da bei einem Porträt kein Scherenschnitt gewünscht ist, wird ein Füll-Licht benötigt (Reflektor, Blitz oder LED).



Auf gleicher Augenhöhe agieren

Es wirkt gefälliger, wenn das Porträt von leicht unterhalb der Augenlinie der Person aufgenommen wird. Je größer der Abstand zum Model ist und je mehr von der Person auf den Bild ist, desto tiefer sollte die Kameraposition sein. (Frosch- und Vogelperspektive sind spezielle Bildkonzepte, die sind hiervon natürlich ausgenommen)  Das bedeutet, dass wenn sich die Person setzt, sollte auch der Fotograf auf die gleiche Höhe wechselt.



Das soll es auch schon mit den Tipps sein. Das sind vier einfache Maßnahmen, auf die ich besonders achte, wenn die Zeit für das Porträt knapp ist. Vielleicht helfen sie auch dir beim fotografieren.

Kommentare

Beliebte Posts